Aktualisierung vom 20.05.2022

Eingliederungseinkommen und gleichgestellte Sozialhilfe

2021 empfingen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft durchschnittlich 1.043 Personen monatlich ein Eingliederungseinkommen oder die gleichgestellte Sozialhilfe. Die größte Gruppe der Empfänger ist die der Alleinlebenden.

Die Öffentlichen Sozialhilfezentren (ÖSHZ) zahlen Personen ein Eingliederungseinkommen oder die gleichgestellte Sozialhilfe, wenn sie

  • nicht über ausreichende Existenzmittel verfügen oder
  • nicht in der Lage sind, durch persönliche Bemühungen dieses Existenzminimum zu erlangen.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen monatlichen Zahlungen des Eingliederungseinkommens und der gleichgestellten Sozialhilfe (Jahresschnitt). Die Anzahl der gezahlten monatlichen Zuwendungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft lag 2021 bei 1.043.

Durchschnittliche Anzahl Empfänger des Eingliederungseinkommens pro Monat (2012-2021)

Quelle: SPP Intégration sociale

Etwas mehr Frauen beziehen ein Eingliederungseinkommen oder die gleichgestellte Sozialhilfe: Knapp 57 Prozent der Empfänger sind Frauen und etwas mehr als 43 Prozent Männer. Die Empfänger werden ebenfalls nach Familiensituation in verschiedene Kategorien unterteilt. Die größte Gruppe ist die der Alleinlebenden, wie nachfolgende Grafik verdeutlicht.

Eingliederungseinkommen nach Familiensituation (2021)

Quelle: SPP Intégration sociale

Betrachtet man das Alter der Empfänger, so wird deutlich, dass die kleine Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen einen hohen Anteil (26,7 %) ausmacht. Nachfolgende Grafik zeigt dieses Verhältnis.

Eingliederungseinkommen nach Alter (2021)

Quelle: SPP Intégration sociale

Außerdem ist auffällig, dass 36 Prozent der Empfänger Nicht-EU-Ausländer sind. An der Gesamtbevölkerung macht diese Gruppe nur 3,5 Prozent der Bevölkerung aus. Somit sind die Nicht-EU-Ausländer bei den Empfängern deutlich überrepräsentiert. 15,2 Prozent der Empfänger sind EU-Ausländer und die restlichen 48,7 Prozent Belgier.