Kinderbetreuung und Deckungsgrad

Deckungsgrad der Kleinkindbetreuung in Ostbelgien erneut gestiegen

2021 waren in Ostbelgien 3.170 Kinder zwischen null und zwölf Jahren in struktureller Kinderbetreuung. Der Deckungsgrad der unter 3-Jährigen erreichte dabei knapp 47 Prozent. Damit ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen (36%).

Kinderbetreuung in Ostbelgien

Das Angebot der strukturellen Kinderbetreuung in Ostbelgien umfasst:

  • die Betreuung durch Tagesmütter des RZKB,
  • die Kinderkrippen,
  • die außerschulische Betreuung (AUBE),
  • die selbstständigen Tagesmütter,
  • die private Tagesmütterhäuser.
Erwachsene spielen mit Kleinkindern in einem Kinderhort.

Diese Betreuungsstätten beherbergten 2021 insgesamt 3.170 Kinder zwischen null und zwölf Jahren. Neben der strukturellen Kinderbetreuung gibt es allerdings auch noch das Angebot der beiden Kinderhorte in Kelmis und Hauset. Wie viele Kinder dort 2021 betreut wurden, ist in der Berechnung der strukturellen Kinderbetreuung nicht erfasst.

Von den 3.170 Kindern in struktureller Kinderbetreuung waren 1.173 Kleinkinder, d.h. unter drei Jahre alt. Das ergibt einen Deckungsgrad der strukturellen Kleinkindbetreuung von knapp 47 Prozent.

Was ist der Deckungsgrad?

Der Deckungsgrad zeigt auf, wie viele Kinder unter drei Jahren formal betreut werden, d.h. sich regelmäßig in einer offiziellen Betreuungsstätte befinden. Der Deckungsgrad wurde zum ersten Mal 2002 berechnet. Seitdem ist der Wert in Ostbelgien von 375 Kleinkindern (2002) auf 1.173 Kleinkinder (2021) gestiegen.

Der starke Anstieg des Deckungsgrades ist jedoch nicht auf den Bevölkerungswachstum zurückzuführen. Denn die Gesamtbevölkerungszahl der unter 3-Jährigen hat zwischen 2002 und 2021 nur leicht geschwankt.

Deckungsgrad berücksichtigt nicht alle Betreuungsmöglichkeiten 

Jedoch berücksichtigt der Deckungsgrad nicht alle, zum Teil strukturellen, Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder. Vor allem zwei Betreuungsformen werden nicht erfasst:

  • Nicht-formale Kinderbetreuung: Dazu zählt vor allem die Betreuung durch Großeltern oder andere Verwandte.
  • Kleinkinder, die bereits im Kindergarten sind: In der Deutschsprachigen Gemeinschaft können Kinder bereits ab 2,5 Jahren das erste Kindergartenjahr besuchen.

Vor allem die Zahl der Kleinkinder im Kindergarten ist nicht unerheblich. Denn im Schuljahr 2021-2022 waren 293 Kinder am ersten Schultag jünger als drei Jahre. Würde man diese Kinder hinzurechnen, wäre der Deckungsgrad der strukturellen Kinderbetreuung nochmal deutlich höher.