Pendeln nach Deutschland und Luxemburg

Mehr Pendler nach Luxemburg, weniger Pendler nach Deutschland

Weniger Menschen pendeln nach Deutschland. Dafür pendeln stetig mehr Personen nach Luxemburg. Das geht aus den Pendlerzahlen von 2021 hervor. Hier erfahren Sie das Wichtigste zu den neuen Zahlen.

Die Pendlerzahlen nach Deutschland sind im letzten Jahr erneut zurückgegangen. 2021 pendelten rund 5.500 Ostbelgier ins Nachbarland, 2020 waren es noch circa 5.600. Währenddessen ist die Zahl der ostbelgischen Pendler nach Luxemburg im Vergleich zum Vorjahr um weitere 3 Prozent angestiegen.

Pendlerzuwachs für Luxemburg

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Zwischen 2000 und 2008 verzeichnete der Pendlerstrom nach Luxemburg jährliche Wachstumsraten von rund 9 Prozent. Seit der Wirtschaftskrise 2009 haben sich die Wachstumsraten zwar verringert, liegen jedoch weiterhin im positiven Bereich zwischen 2 und 4 Prozent jährlich. Auch im Corona-Jahr 2020 hat es einen weiteren Anstieg um 2 Prozent gegeben. Der aktuelle Anstieg um 3 Prozent betrifft insbesondere das Gesundheitswesen, die Industrie und den Bereich Information und Kommunikation.

Pendlerzahlen nach Deutschland gehen weiter zurück

Bei den Pendlern nach Deutschland sieht die Lage ganz anders aus. Zwischen 2014 und 2018 ist die Pendlerzahl noch beständig angestiegen. Seit 2019 ist allerdings ein genereller Rückgang festzustellen. Im Vergleich zum Vorjahr ist 2021 die Zahl der Auspendler nach Deutschland um weitere 1,5 Prozent gesunken. Dieser Rückgang ist in vielen Branchen zu beobachten, insbesondere in der herstellenden Industrie, und dürfte zumindest teilweise auch auf die Corona-Situation zurückzuführen sein.

Wer pendelt wohin?

Circa 90 Prozent der nach Luxemburg pendelnden Personen kommt aus dem Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Vor allem aus den Gemeinden Sankt Vith, Burg-Reuland und Amel. Bei der Pendlergruppe nach Deutschland ist eine andere Zahl interessant. Hier hat circa die Hälfte der Pendler die deutsche Staatsangehörigkeit. Außerdem ist der Anteil pendelnder Frauen nach Deutschland mit knapp 50 Prozent wesentlich höher als bei den Pendlerinnen nach Luxemburg, wo er nur rund 30 Prozent beträgt.