Monitoring der ostbelgischen Wirtschaft

Neuster Bericht liegt nun vor

Das Monitoring der ostbelgischen Wirtschaft erfasst und misst systematisch die aktuellen Wirtschaftsdaten in Ostbelgien. Nun gibt es einen neuen Bericht. Sie sind neugierig auf die Ergebnisse? Hier können Sie den Bericht herunterladen.

Drei Personen analysieren Statistiken und rechnen etwas aus.

Die Arbeitsgemeinschaft Ostbelgien Statistik und hier insbesondere deren Arbeitsgruppe, bestehend aus den Fachbereichen Beschäftigung und Standortentwicklung, dem Arbeitsamt, der WFG, dem WSR und der AVED/IHK, erstellt im Auftrag der für Beschäftigung und Tourismus zuständigen Ministerin regelmäßig ein Monitoring der ostbelgischen Wirtschaft.

Das Monitoring erfasst und misst systematisch die aktuellen Wirtschaftsdaten in Ostbelgien. Dieses Monitoring wird halbjährlich aktualisiert und kann um weitere Indikatoren ergänzt werden.

Belgische Wirtschaft: negative Aussichten der Bürger und Unternehmen

Für das Jahr 2022 rechnen die Wirtschaftsinstitute im Mittel mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 5,1 Prozent.

Die Inflation hat mit 11,3 Prozent im September noch einmal an Fahrt gewonnen.

Wie schätzen belgische Bürger die wirtschaftliche Situation (Arbeit, Einkommen, geplante Ausgaben, Ersparnis …) in den nächsten 12 Monaten ein?

Der Verbraucherindex lag im September bei -27. Die Bürger blicken also sehr negativ auf die kommenden Monate.

Im September 2022 zeigte die monatliche Konjunkturumfrage der belgischen Nationalbank bei den Unternehmen einen Wert von -11,8 auf. Ein Wert im Minusbereich steht für eine Verschlechterung der Aussichten.

Deutschsprachige Gemeinschaft: wenig Arbeitslose und Konkurse sowie viele Stellenangebote

Ende Juli gaben in einer Bevölkerungsbefragung bei 1.000 Bürgern aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft 62 Prozent der Befragten an, dass sie die wirtschaftlichen Zukunftsaussichten eher bzw. sehr optimistisch einschätzen. Damit sind die Erwartungen im Vergleich zum Februar dieses Jahres und Sommer letzten Jahres weiter zurückgegangen.

  • Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft liegt Ende September bei 2.373 Personen. Dies bedeutet im Vergleich zum September des Vorjahres einen Anstieg um +2,3 Prozent (oder +54). Dieser Anstieg ist auf die eingetragenen Ukraine-Flüchtlinge (116 Personen, davon drei Viertel Frauen), die seit Mai 2022 in der Statistik mitgezählt werden, zurückzuführen. Ohne diese neuerliche Krise läge die Arbeitslosigkeit weiter auf dem niedrigsten Niveau der letzten 15 Jahre.

Im Juni haben 144 Arbeitgeber Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten erhalten. Somit lag der Anteil der betroffenen hiesigen Arbeitgeber noch bei 7 Prozent. Seit Januar sinkt diese Zahl kontinuierlich. Vorher war ein Anstieg aufgrund der Hochwasserkatastrophe zu beobachten.

  • Stellenangebote

Im ersten Halbjahr 2022 ist die Zahl der beim Arbeitsamt eingetragenen Stellenangebote angestiegen und lag um 8 Prozent höher als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Seitdem ist die Nachfrage allerdings gesunken und liegt mittlerweile etwas tiefer als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr (-4 %).

  • Konkurse

Die Konkurszahlen sind in den ersten acht Monaten des Jahres 2022 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr minimal gesunken und liegen auf einem niedrigen Niveau.

Den vollständigen Bericht mit weiteren Zahlen können Sie im Downloadbereich herunterladen.