Aktualisierung vom 08.02.2022

Entschuldungsfonds

Der Entschuldungsfonds existiert seit 1995 in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Seine Hauptaufgabe besteht darin, verschuldete Privathaushalte finanziell zu unterstützen. Zinslose Darlehen werden gewährt, die es ermöglichen, die Gesamtschuld der Betroffenen neu zu strukturieren. Über eine anerkannte Schuldnerberatungsstelle und die Verbraucherschutzzentrale kann ein Antrag gestellt werden.

Seit Bestehen des Fonds wurden bis Ende 2020 insgesamt 240 Anträge gestellt und davon 199 genehmigt. Nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anträge und deren Genehmigungen der letzten fünf Jahre.

Entwicklung der Anzahl eingereichter und genehmigter Anträge der letzten fünf Jahre

Quelle: Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Das Gesamtkreditvolumen der im Jahr 2020 gewährten Darlehen betrug 19.950 Euro. Dieser Betrag liegt unter dem von 2019 (51.561,20 Euro). Die durchschnittliche Höhe der Kredite lag bei 6.650 Euro. Durchschnittlich wurden 2020 durch die Intervention des Entschuldungsfonds die Schulden von 3.67 Gläubigern beglichen. Die monatlichen Raten lagen zwischen 75 und 150 Euro. Die Fälligkeit der Darlehen schwankte zwischen 56 und 60 Monaten.

Seit der Gründung des Fonds beziffert sich die Gesamtsumme der geliehenen Gelder auf 1.079.763,78 Euro. Seit der Schaffung des Entschuldungsfonds wurde dieser mit insgesamt 369.073,14 Euro an Haushaltsdotationen gespeist. Über die Rückzahlung der Darlehen flossen 906.545,26 Euro in den Fonds zurück.

Weitere Informationen zum Entschuldungsfonds der Deutschsprachigen Gemeinschaft finden Sie im Jahresbericht, der über den Downloadbereich dieses Artikels abrufbar ist.