Aktualisierung vom 22.09.2021

Raum- und Siedlungsstruktur

Mit einer durchschnittlichen Einwohnerzahl von 92,4 Personen pro Quadratkilometer ist die Deutschsprachige Gemeinschaft eher dünn besiedelt. Innerhalb der Deutschsprachigen Gemeinschaft gibt es auch deutliche Unterschiede.

Mit einer durchschnittlichen Einwohnerzahl von 92,4 Personen pro Quadratkilometer ist die Deutschsprachige Gemeinschaft eher dünn besiedelt. Die Wallonische und Flämische Region weisen mit 215,9 bzw. 488,3 Personen pro Quadratkilometer eine deutlich höhere Bevölkerungsdichte auf. Auch innerhalb der Deutschsprachigen Gemeinschaft gibt es hinsichtlich der Bevölkerungsdichte deutliche Unterschiede. Die fünf Eifelgemeinden sind deutlich dünner besiedelt als die Gemeinden des Nordens der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Bevölkerungsdichte pro Gemeinde

 

Quelle: Statbel

Die Bevölkerungsdichte der Deutschsprachigen Gemeinschaft steigt seit Jahren nahezu konstant an. Während im Jahr 2000 83 Personen pro Quadratkilometer gezählt wurden, waren es 2010 88 und 2021 92,4 Personen pro Quadratkilometer.

Entwicklung der Bevölkerungsdichte

Die Deutschsprachige Gemeinschaft verfügt über 84.614 Hektar. Die Gemeinde Büllingen ist mit 150,7 Quadratkilometern die größte, Kelmis mit 18 Quadratkilometern die kleinste Gemeinde der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

88,3 Prozent der Fläche der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist unbebaut. 8,3 Prozent sind bebaut und die restlichen 3,4 Prozent sind unbekannte Flächen (nicht im Kataster eingetragene Flächen und Grundstücke unbekannter Natur).

Unbebaute Fläche in Hektar (2021)

 

Quelle: Iweps

Die Tabelle zeigt den relativ hohen Anteil der Waldfläche in den zwei urbaneren Gemeinden Eupen und Kelmis. Vor allem fällt aber der hohe Prozentsatz an Agrarflächen in Lontzen auf und das fast vollständige Fehlen von Waldflächen.

Bebaute Fläche in Hektar (2021)

 

Quelle: Iweps

In der Statistik der bebauten Flächen überrascht zweifellos der sehr hohe Anteil der Gemeinde Bütgenbach. Die Erklärung hierfür ist, dass das große Militärgelände dem Flächentyp „Flächen, die von öffentlichen Einrichtungen und Gemeinschaftseinrichtungen genutzt werden“ zugeordnet wird.

Sonst liefern die Angaben über die bebauten Flächen wenig Überraschungen. Der Wohnflächenanteil entspricht mehr oder weniger der Aufteilung der Bevölkerung in den neun Gemeinden, wobei der Proporz der Wohngrundstücke für die städtischen Gemeinden Eupen und Kelmis eindeutig unter ihrem Bevölkerungsanteil in der Deutschsprachigen Gemeinschaft liegt.

Der Bereich „Boden“ kann in zwei miteinander verbundene Konzepte gegliedert werden. Die Bodenbedeckung bezieht sich auf die biophysische Bedeckung des Bodens (z. B. Anbaukulturen, Gras, Laubwald und bebaute Flächen). Mit der Bodennutzung wird die sozioökonomische Verwendung einer Fläche (z. B. Land- und Forstwirtschaft, Erholung und Wohnen) angegeben. So könnte beispielsweise eine Bodenbedeckung, die als „Rasen“ bezeichnet wird, mehreren Nutzungen wie einem Hausgarten oder einer Weide entsprechen. Ebenso kann eine Bodennutzungsart mehrere biophysikalische Kategorien umfassen: Eine Wohnfläche besteht aus Rasenflächen, Gebäuden usw. Bei den in diesem Artikel aufgeführten Zahlen handelt es sich um die Bodennutzung.